Häufige Fragen und Antworten

Ja, Heizstrom ist in vielen Fällen günstiger, da der Verbrauch teilweise steuerbar ist und Netzbetreiber dafür reduzierte Tarife ermöglichen.
Heizstrom lohnt sich besonders für Haushalte mit hohem Stromverbrauch durch Wärmepumpen oder Nachtspeicherheizungen, da hier das größte Einsparpotenzial besteht.

Eine Speicherheizung oder auch Nachtspeicherheizung sind elektrische Heizungen, die mithilfe von Strom Wärme erzeugen können. Sie befinden sich meist direkt im Wohnraum in Form von Fußboden- oder Gerätespeichern.

Der Nachtspeicherstrom wird meist nachts genutzt, um den Wärmespeicher der Heizanlage aufzuheizen. Da der Strom als Wärmequelle genutzt wird, entspricht der Stromverbrauch fast 1:1 dem Wärmebedarf.

In den meisten Fällen ja, denn Heizstrom wird getrennt vom Haushaltsstrom gemessen, um spezielle Tarife nutzen zu können.

Für das Erfassen von Heizstrom werden zwei unterschiedliche Zählertypen verwendet. Welcher bei Ihnen zu Hause verbaut ist, können Sie leicht herausfinden:

Eintarifzähler

Eintarifzähler:

Der Eintarifzähler besitzt nur ein Zählwerk. Entsprechend kann er nur einen Verbrauchswert anzeigen und einen Arbeitspreis für Ihren Strom abrechnen.

Zweitarifzähler

Zweitarifzähler:

Ein Zweitarifzähler besitzt zwei Zählwerke, die jeweils mit HT (für „Hochtarif“) und NT (für „Niedertarif“) bezeichnet sind. Daher werden entsprechend zwei Arbeitspreise abgerechnet.

 

Die Messung des Heizstroms ist abhängig von der Art des Zählers (Eintarif- oder Zweitarifzähler).

Getrennte Messung:

Bei einer getrennten Messung wird der Strom zum Heizen über einen separaten Stromzähler gemessen.

Gemeinsame Messung:

Bei der gemeinsamen Messung wird Ihr Heizstrom und Ihr normaler Haushaltsstrom über einen gemeinsamen Zähler abgerechnet.

Die Wärmepumpe ist eine  Stromheizung, die keine fossilen Brennstoffe benötigt. Sie zieht ihre Wärmeenergie aus Luft, Wasser oder der Erde. Den Wärmepumpenstrom benötigt die Wärmepumpe nur für den Antrieb. Zur Wärmeerzeugung selbst wird etwa 75 % Umweltwärme genutzt.

 

Es gibt 3 Arten von Wärmepumpen:

  • Erdwärmepumpe oder auch Solewärmepumpe
  • Luftwärmepumpe oder auch Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Grundwasserwärmepumpe oder auch Wasser-Wasser-Wärmepumpe

 

So funktioniert eine Wärmepumpe:

Wärmepumpen entziehen je nach Funktionsart der Erde, der Außenluft oder dem Grundwasser Wärme. Diese wird auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und anschließend an das Heizungssystem abgegeben.

Der Stromverbrauch beträgt nur ca. ein Drittel oder Viertel vom Wärmebedarf.

Ja, Wärmepumpen sind eine der häufigsten Anwendungen für Heizstromtarife und profitieren besonders von günstigeren Konditionen.

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