Familie mit Elektroauto

So gelingt der Umstieg aufs E-Auto

So einfach funktioniert es!

So gelingt der Umstieg aufs E-Auto

Welche Förderungen gibt es beim Umstieg aufs E-Auto und was gilt es danach zu beachten? Wir zeigen Ihnen mit unserer eCheckliste, worauf es wirklich ankommt, wenn Sie ab jetzt elektrisch fahren wollen.

  • E-Autos sind in der Anschaffung teurer, aber günstiger im Betrieb
  • Eine Lademöglichkeit  im Umfeld ist wichtig
  • Fahrer von E-Autos genießen viele praktische und finanzielle Vorteile

Das sind die Vorteile eines E-Autos

Mit einem Elektroauto ist man lokal emissionsfrei unterwegs. Liefern regenerative Energiequellen den Strom zum Laden, dann ist ein Elektroauto während der ganzen Fahrt CO2-neutral unterwegs.

Außerdem geht ein E-Auto richtig sparsam mit der eingesetzten Energie um. Denn 90-95% des Stroms setzt der Motor direkt in Antriebskraft um. Mehr dazu im Abschnitt zum Elektromotor. Das schafft kein Verbrenner. Denn Benziner und Diesel kommen lediglich auf 35-45%. Der Rest geht als Wärme oder Reibungsverlust verloren.
Elektroautos sind auch im Betrieb sparsamer. Die Kilometerkosten sind deutlich geringer, die Wartungskosten fallen kleiner aus und die Kfz-Steuer entfällt zurzeit noch komplett. Was ein Elektroauto kostet, lesen Sie im Abschnitt zu den laufenden Kosten.
Freude kommt auch beim Fahren auf: Durch das hohe Drehmoment, das in allen Drehzahlbereichen zur Verfügung steht, beschleunigt ein E-Auto ziemlich sportlich. Das überrascht die meisten am Anfang und macht richtig Spaß. Welche Formen von Elektroautos es gibt, haben wir bereits hier für Sie übersichtlich erklärt.

Wie lang halten die Akkus?

Die Lebensdauer eine Elektroautobatterie ist begrenzt. Ein Alterungseffekt tritt ähnlich wie bei Smartphones auf. Im Gegensatz zu diesen Akkus geht man davon aus, dass eine Lithium-Ionen-Batterie für ein E-Auto für 1000 und 3000 Ladevorgänge ausgelegt ist. Lädt man also die Batterie immer für eine Reichweite von 350km auf und das 1000 Mal hintereinander, muss der Akku wahrscheinlich nach 350.000km ausgetauscht werden.

Die Autohersteller geben für ihre verbauten Akkus verschiedene Garantiezeiträume an. Üblich sind heute Laufzeiten zwischen 5 und 8 Jahren bzw. 100.000 bis 180.000 km. Wichtig: Mit Ablauf dieser Zeit bzw. der gefahrenen Strecke ist die Lebenszeit des Akkus noch nicht vorbei. Es wird garantiert, dass der Akku eine Restkapazität zwischen 70% und 80% hat! Sollte er dann für ein Fahrzeug ungeeignet sein, kann er immer noch im „Second-Live“ als Pufferspeicher genutzt werden oder im „Third-Live“ recycelt und für die Produktion von neuen Akkus genutzt werden.

Zusammenfassung:

  • mögliche Ladevorgänge: 1000-3000
  • Garantiezeiträume Hersteller: 5-8 Jahre oder 100.000 – 180.000km
  • Restkapazität nach Ablauf der Garantie: 70-80%
  • Mögliche Nutzung “alter” Akkus: Pufferspeicher, Recycling für neue Akkus

So funktioniert ein Elektromotor

Große und kleine Elektromotoren werden überall auf der Welt eingesetzt – vom Spielzeug bis hin zum E-Auto. Das Prinzip ist ganz einfach: Die elektrische Energie erzeugt ein Magnetfeld, dessen Energie wiederrum in eine Drehbewegung umgesetzt wird.

Die beiden wichtigsten Teile sind dabei der Stator und der Rotor. Im Stator wird mit Gleichstrom ein konstantes Magnetfeld erzeugt. Darin liegt der Rotor, durch den Wechselstrom fließt. Dieser wechselt 50 Mal pro Sekunde die Richtung. Dadurch wirken im Wechsel abstoßende und anziehende Kräfte auf den Rotor. Kurz: Er dreht sich. Und mit dieser mechanischen Energie fährt das E-Auto.
Ein Elektromotor kommt zudem ohne Kupplung und Getriebe aus. Das Drehmoment – also die Kraft des Motors – steht nahezu vollständig ab der ersten Umdrehung zur Verfügung. Und Elektromotoren sind kleiner, bestehen aus weniger Bauteilen und lassen sich als Generator nutzen. Der Motor bremst das Fahrzeug nicht nur ab, sondern erzeugt damit elektrische Energie und lädt die Batterie wieder auf. Das Prinzip nennt sich Rekuperation. Durch eine vorausschauende Fahrweise wird die Bremsenergie wieder zurückgespeist und kann so die maximale Reichweite um bis zu 30% erhöhen.

Sparen mit dem E-Kennzeichen

Elektroautos erkennt man am schnellsten am Kennzeichen. Ganz am Ende weist das E auf ein Elektroauto hin. Dies bekommen batteriebetriebene Fahrzeuge, Brennstoffzellenautos und Plug-in-Hybride. Diese müssen allerdings mindestens 40 km rein elektrisch fahren können und dürfen insgesamt höchstens 50 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro gefahrenem Kilometer ausstoßen.

Mit dem E am Kennzeichnen wird man nicht nur schnell erkannt, sondern genießt auch einige Vorteile. Leider gibt es bisher noch keine einheitlichen Regelungen, aber die folgenden Punkte treffen auf viele Städte und Gemeinden zu: So kann man in vielen Kommunen mit einem Elektroauto kostenlos oder zumindest günstiger parken. Auch Busspuren dürfen häufig benutzt werden. Nicht zuletzt dürfen E-Autos auch dort fahren, wo normalerweise Fahrverbote existieren.
Beantragt wird das E-Kennzeichen wie gewohnt bei der entsprechenden Zulassungsstelle. Saison- und Wechselkennzeichen sind auch bei einem Elektroauto kein Problem.

Für welche Fahrzeuge gibt es E-Kennzeichen?

  • Batterieelektrofahrzeuge (BEV)
  • Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV)
  • Hybridfahrzeuge (PHEV)  (Co2 unter 50g/km oder Mindestreichweite 40km rein elektrisch)

Kennzeichen für Elektrofahrzeuge

Spezielle Reifen für hohe Reichweite

Für E-Autos haben viele Hersteller bereits spezielle Reifen im Programm. Sie sind keine Pflicht, sind jedoch optimiert für den Einsatz an Elektroautos. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie hoch und schmal konstruiert sind. Das Resultat ist ein reduzierter Rollwiderstand und damit eine höhere Reichweite. Bis zu 15% mehr sind laut TÜV Süd möglich. Sie sind zwar etwas teuer, „Beim Reifenkauf für den Stromer sollten keine Kompromisse gemacht werden“, erklärt TÜV-Süd-Experte Thomas Salzinger. Die Mehrkosten amortisieren sich dank höherer Reichweite im Laufe der Nutzung.

Das gilt es beim Kauf eines Elektroautos zu beachten

Einen großen Anteil am zurzeit noch höheren Preis von E-Autos hat die Batterie. Der 35,8-kWh-Akku eines e-Golfs kostet beispielsweise rund 6.000€. Allerdings fallen die Preise kontinuierlich und so sind Batterien für Elektroautos im Vergleich zu 2010 bereits um 80% billiger geworden.
Viele Hersteller bieten die Möglichkeit, die Batterie des Autos zu leasen bzw. zu mieten. Für Elektroautofahrer hat das den Vorteil, dass sich der Kaufpreis des Fahrzeugs reduziert und defekte Batterien vom Hersteller ausgetauscht werden. Lohnenswert ist das für alle, die ihr E-Auto nur wenige Jahre fahren wollen, bevor sie wieder auf ein neueres Modell umsteigen. Wer hingegen plant, das Auto so lang wie möglich zu fahren, ist mit dem Kauf der Batterie auf der günstigeren Seite. Die Höhe der Leasingrate ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Beim Renault Zoe kostet die 52kWh-Batterie monatlich 74€, wenn nicht mehr als 7.500km im Jahr gefahren werden. Ohne Begrenzung der Kilometerleistung werden 124€ fällig.

Gerade hat die Bundesregierung die Ausweitung des Umweltbonus beschlossen. Zum einen werden die Kaufprämien für Elektrofahrzeuge erhöht. Zum anderen werden einige Abstufungen eingeführt. So erhält man zukünftig für ein rein elektrisches Fahrzeug mit einem Listenpreis unter 40.000€ eine Kaufprämie von 6.000€. Plug-in-Hybride der gleichen Preisklasse werden nun mit 4.500€ bezuschusst. Elektrofahrzeuge, die über 40.000€ und maximal 65.000€ kosten, erhalten eine Prämie von 5.000€. Plug-in-Hybride werden mit 4.000€ gefördert. Die Förderung wird zudem bis Ende 2025 verlängert. Die Kosten teilen Staat und Hersteller weiterhin unter einander auf. Die Erhöhung der Kaufprämien für Elektrofahrzeug soll laut Bundesregierung bereits im November in Kraft treten.
Immer wichtiger und vor allem größer wird auch der Markt für gebrauchte E-Autos. Wenn es kein Neuer sein muss, lohnt sich ein Blick auf Gebrauchtwagenportale. Auf mobile.de sind bereits heute knapp 9.000 E-Autos verfügbar. Tendenz steigend.

 

Laufende Kosten eines E-Autos

Bereits bei den Betriebskosten spart man gegenüber einem Verbrenner. Diese sind deutlich geringer: Auf 100 Kilometer gerechnet kostet der Strom für ein E-Auto nur knapp die Hälfte wie der Treibstoff eines Verbrenners. 

Tabelle - Das kostet ein E-Auto

Noch günstiger wird es, wenn man zu Hause mit einem vergünstigen Stromtarif speziell für Elektrofahrzeuge lädt (MEIN AUTOSTROM zuhause). Komplett kostenfrei kann am Arbeitsplatz – geladen werden. Eigentümer einer Photovoltaikanlage sparen ebenfalls.
Dazu kommen noch die niedrigeren Wartungskosten, da Dinge wie Ölwechsel komplett wegfallen und auch Verschleißteile wie Bremsen weniger häufig erneuert werden müssen. Teure Reparaturen von Keil- oder Zahnriemen und der Abgasanlage entfallen auch. Die Inspektion eines Nissan Leaf kostet zum Beispiel 80€ (kleine Inspektion) bzw. 150€ (große Inspektion).
Für alle, die sich bis zum Ende des Jahres 2020 für ein E-Auto entscheiden entfällt die Kfz-Steuer für 10 Jahre. Auch im Anschluss daran fallen geringere Steuern gegenüber vergleichbaren Verbrennern an. Anders als bei der Umweltprämie gilt die Steuerbefreiung ausschließlich für reine E-Autos. Hybrid-Fahrzeuge zählen somit nicht dazu.
Bezüglich der Kfz-Versicherung gibt es vor allem eins zu beachten: Die Versicherung sollte auch den Akku mit einbeziehen. Diese deckt dann nämlich nicht nur Schäden durch Fremdeinwirkung ab, sondern auch Bedienfehler durch den Fahrer. Wer den Akku hingegen gemietet hat, kann auch auf diese Zusatzversicherung verzichten.

Elektroauto zuhause günstig laden

Elektroauto sicher zuhause laden

Wozu brauche ich eine Ladestation? Ich habe doch Steckdosen zuhause. Eine haushaltsübliche Steckdose (Schuko-Steckdose) ist nicht dafür ausgelegt, mehrere Stunden mit einer Ladeleistung von 2,3 kW heiß zu laufen. Die kann schlimmstenfalls zu einem Kabelbrand führen. Sicher laden Sie mit einer eigenen Wallbox. Erfahren Sie mehr.

So finden Sie die nächste Ladestation

Um Ladestationen auf der Route oder in der Nachbarschaft zu finden, eignen sich Onlineportale hervorragend. Dazu zählt zum Beispiel GoingElectric. Hier kann sogar das konkrete Fahrzeugmodell und der Steckertyp angegeben werden. Wie an der Ladesäule die Anmeldung und Abrechnung funktioniert, ist ebenfalls ersichtlich. Einige Hersteller integrieren die Standorte von Ladesäulen auch gleich ins Navi des Fahrzeugs.
Tesla-Fahrern steht ein eigenes Netz an Schnellladestationen zur Verfügung. Die sogenannten Supercharger können das Fahrzeug in kurzer Zeit mit großen Strommengen versorgen. Zudem kommuniziert das Fahrzeug von selbst mit der Ladesäule und die Abrechnung erfolgt über die hinterlegte Kreditkarte.

Checkliste E-Auto

Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Welche Strecke muss täglich/regelmäßig gefahren werden?
  • Welche Möglichkeiten zum Laden gibt es in unmittelbarer Umgebung?
  • Welche Bedürfnisse muss das Auto erfüllen?
  • Erhoffe ich mir einen Kostenvorteil?
  • Lohnt es sich, den Akku mitzukaufen? Möglicherweise könnte Akku-Miete eine günstigere Alternative sein.
  • Kann ich von Zuschüssen profitieren?
  • Ist es mir wichtig emissionsfrei zu fahren?
  • Können Sie bei Ihrem Arbeitgeber ein E-Auto laden?

So werden Sie elektromobil:

  • Probefahrten machen
  • über Lademöglichkeiten zuhause informieren (Wallbox)
  • Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz anfragen
  • Umweltbonus beantragen
  • E-Kennzeichen beantragen
  • öffentliche Ladesäulen auf regelmäßigen Strecken herausfinden und als Nutzer registrieren

Wenn Sie in naher Zukunft auf ein E-Auto umstiegen, kommen Sie in den Genuss von vielen Vorteilen. Daher lohnt sich ein Blick auf die aktuellen und im kommenden Jahr erscheinenden Modelle. Zwar gibt es ein paar Dinge zu beachten, aber der Wechsel lohnt sich. Wenn Sie Fragen zum Umweltbonus, einer eigenen Wallbox oder passenden Tarifen für den Ladestrom haben, dann schreiben Sie uns. Wir unterstützen Sie!

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Wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

Kostenfreie Servicenummer:
0800 3 706070

Montag bis Freitag 7 bis 20 Uhr

E-Mail: elektromobilitaet@enviam.de

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Dann melden Sie sich unter: 0371-2349 0010.