Energie sparen im Urlaub
So vermeiden Sie unnötige Kosten Zuhause
Autor: Susanne Rothe | Aktualisiert am: 15.6.2026 | Lesezeit: 4 Minuten
Das Wesentliche in Kürze:
- Geräte komplett ausschalten: Ziehen Sie möglichst den Stecker, um Stand-by-Strom zu vermeiden.
- Kühlgeräte prüfen: Vor längeren Reisen leeren, abtauen oder sparsamer einstellen – das reduziert den Verbrauch.
- Heizung & Warmwasser anpassen: Bei längerer Abwesenheit im Sommer herunterstellen oder pausieren.
- Sicherung nicht einfach ausschalten: Prüfen Sie vorher, welche Geräte weiterlaufen müssen.
Checkliste: So sparen Sie im Urlaub Strom und Geld
1. Stand-by-Verbrauch vermeiden
Fernseher, Computer, Spielekonsole, Kaffeemaschine, Mikrowelle, Drucker oder Ladegeräte verbrauchen oft auch dann Strom, wenn sie scheinbar ausgeschaltet sind. Ziehen Sie deshalb möglichst den Stecker oder nutzen Sie schaltbare Steckdosenleisten. Gerade Unterhaltungselektronik, Router und weitere Dauerverbraucher summieren sich über die Zeit.
2. Kühlschrank und Gefrierfach prüfen
Wenn Sie länger verreisen, lohnt es sich oft, verderbliche Lebensmittel vorher aufzubrauchen, das Gefrierfach abzutauen und Kühlgeräte je nach Urlaubsdauer auszuschalten oder sparsamer einzustellen. Regelmäßiges Abtauen kann den Energieverbrauch senken und die Lebensdauer der Geräte unterstützen. Schon eine Eisschicht im Gefrierfach kann den Strombedarf erhöhen.
3. Heizung und Warmwasser richtig einstellen
Auch wenn Sie nicht zuhause sind, kann Ihre Heizungs- oder Warmwassertechnik weiter Energie verbrauchen. Bei längerer Abwesenheit im Sommer kann es sinnvoll sein, die Anlage auf Sommerbetrieb zu stellen oder – je nach System – temporär auszuschalten. Wichtig: Während der Heizperiode sollte die Heizung nicht unüberlegt komplett abgeschaltet werden.
4. Router und vernetzte Geräte bewusst prüfen
Ein WLAN-Router läuft oft rund um die Uhr. Wer im Urlaub keine Internetverbindung, kein Festnetztelefon und keine vernetzte Haustechnik benötigt, kann den Router abschalten. Bestehen jedoch Abhängigkeiten zu Smart-Home-Anwendungen, Alarmanlagen oder Fernzugriffen, sollte er weiterlaufen.
5. Warmwasserzirkulation und Boiler berücksichtigen
In vielen Haushalten verbrauchen Warmwasserbereitung, Boiler oder Zirkulationspumpen auch während der Abwesenheit Energie. Wenn diese Technik im Urlaub nicht benötigt wird, kann eine Pause sinnvoll sein. Nach der Rückkehr sollte abgestandenes Wasser zunächst ausgetauscht werden.
Zuhause Energie sparen je nach Urlaubsdauer
| Maßnahme | Kurzurlaub (2–4 Tage) | Längerer Urlaub (ab 1 Woche) |
|---|---|---|
| Stand-by-Geräte | Wichtige Geräte ausschalten | Möglichst alle Geräte komplett vom Netz trennen |
| Ladegeräte | Unnötige Geräte abziehen | Alle nicht benötigten Geräte entfernen |
| Kühlschrank | Weiterlaufen lassen, aber effizient einstellen | Leeren, ggf. abtauen oder ausschalten |
| Gefrierfach | Normal weiter betreiben | Prüfen, abtauen oder abschalten |
| Heizung | Etwas herunterstellen | Auf Sommerbetrieb oder pausieren |
| Warmwasser | Reduzieren | Gezielte Abschaltung sinnvoll |
| Router & Smart-Home | Meist eingeschaltet lassen | Bewusst entscheiden, je nach Nutzung |
| Ziel | Schnelle Maßnahmen mit wenig Aufwand | Möglichst viel Energie sparen |
Häufige Fehler beim Energiesparen im Urlaub
Fehler 1: Geräte nur per Knopf ausschalten
Viele Geräte verbrauchen weiterhin Strom, solange sie am Netz hängen. Besser ist es, Stecker zu ziehen oder die Steckdosenleiste komplett auszuschalten.
Fehler 2: Router abschalten, ohne Smart-Home zu prüfen
Wenn Alarmanlage, Rollläden, Überwachung oder Telefonie am Router hängen, kann ein Abschalten unpraktisch oder problematisch sein. Prüfen Sie deshalb vorab, welche Funktionen aktiv bleiben müssen.
Fehler 3: Heizung im Winter vollständig ausstellen
In der kalten Jahreszeit kann das riskant sein. Bereits auf eurer aktuellen Seite wird darauf hingewiesen, dass Heizungen in der Heizperiode nicht unbedacht komplett ausgeschaltet werden sollten.
Fehler 4: Einfach die Sicherung herausdrehen
Das wirkt praktisch, kann aber zu bösen Überraschungen führen – etwa bei Gefriergeräten, Alarmanlagen oder anderen Geräten, die weiter versorgt werden sollten.