Offshore-Netzumlage nach § 17 f EnWG

Umlage von Kosten für die Netzanbindung von Hochsee-Windparks

Die Umlage wurde 2013 als Offshore-Haftungsumlage eingeführt, um das Risiko für Betreiber von Offshore-Windparks zu minimieren und den Ausbau dieser erneuerbaren Energiequelle zu beschleunigen. Das Risiko ergibt sich z.B. durch nicht rechtzeitig fertiggestellte Stromnetze, sodass die bereits betriebsbereiten Windkraftanlagen nicht angeschlossen werden können.

Offshore-Windparkbetreiber, die durch den verspäteten Anschluss von Hochsee-Windkraftanlagen an das Übertragungsnetz an Land oder durch langdauernde Netzunterbrechungen den erzeugten Strom nicht einspeisen können, erhalten Schadenersatz für die entgangene EEG-Einspeisevergütung. Der Netzbetreiber kann gemäß § 17 f des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) diese Entschädigungskosten als Umlage in die Strompreisberechnung aufnehmen.

Aufgrund des 2017 in Kraft getretenen Netzentgeltmodernisierungsgesetzes (NEMoG) werden ab 2019 die ursprünglich in den Netzentgelten berücksichtigten Anschlusskosten für Hochsee-Windparks der Offshore-Netzumlage zugerechnet. Dadurch verzehnfacht sich die Umlage gegenüber 2018.

Die Offshore-Netzumlage für 2019 setzt sich aus den Entschädigungszahlungen und den Offshore-Netzanbindungskosten nach § 17f EnWG zusammen. Ergänzend wird der Kostenvortrag aus Jahresabrechnung 2017 berücksichtigt.

Die Privilegierungen für die Letztverbrauchergruppen B‘ und C‘ entfallen. Ab 2019 wird die Umlage aufgrund des Netzentgeltmodernisierungsgesetzes (NEMoG) auf das Privilegierungssystem nach dem KWK 2017 umgestellt. 

Damit gilt für den nicht privilegierten Letztverbrauch eine Offshore-Umlage von 0,416 Cent/kWh.

 

Weitere Details zur Festlegung der Offshore-Umlage können Sie den Erläuterungen zur Umlage nach § 17f EnWG unter www.netztransparenz.de entnehmen.