AbLaV

Verordnung zu abschaltbaren Lasten

Die Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) beschreibt die Rahmenbedingungen, unter denen Industrieanlagen bzw. stromintensive Produktionsprozesse kurzfristig abgeschaltet bzw. gedrosselt werden können. Dies dient der Stabilisierung der Übertragungsnetze und der Förderung der Versorgungssicherheit.


Anbieter von abschaltbaren Lasten erhalten für den vereinbarten Zeitraum ein Bereitstellungsentgelt (Leistungspreis). Darüber hinaus wird für die tatsächliche Drosselung oder Abschaltung der Produktion ein Arbeitspreis für die abgeschaltete Leistung gezahlt.

Die Übertragungsnetzbetreiber sind nach dieser Verordnung verpflichtet, ihre Aufwendungen und Zahlungen untereinander auszugleichen. Dabei soll der Umlagemechanismus des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWK-G) Anwendung finden, mit dem Unterschied, dass die dort geltenden Belastungsgrenzen nicht zur Anwendung kommen. Die Umlage wird demnach bei allen Letztverbrauchern gleichermaßen erhoben.

Die Umlage für 2017 beträgt 0,006 Cent/kWh. In die Berechnung ist neben den prognostizierten Kosten für 2017 auch die Verrechnung eines Guthabens aus der Jahresabrechnung 2015 incl. Zinsen eingeflossen. Die Kostenbasis wurde mit der Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur) abgestimmt.



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