Die Zukunft fährt elektrisch

Nachgefragt bei Dr. Sven Haase

Sven

Dr. Sven Haase ist Zukunftstechnologe.

Er verantwortet das Geschäftsfeld Elektromobilitätbei enviaM und entwickelt mit seinem Kompetenzteam die mobilen Konzepte von morgen. Sein Antrieb: Neugier, Spaß und der feste Glaube, dass die Mobilitätswende ganze Märkte und unsere urbanen und ländlichen Lebensräume nachhaltig zum Besseren verändern wird. Er fährt seit 2016 reinelektrisch und freut sich, dass E-Mobility jetzt in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen ist.

nachgefragt

Warum gehört der Elektromobilität die Zukunft?

SH: Ja, auf jeden Fall! Auch als Mieter hat man das Recht auf die Installation einer Ladestation, vorausgesetzt man hat einen festen Stellplatz.

Was macht enviaM im Bereich Elektromobilität?

SH: Elektromobilität ist für enviaM in zwei Punkten spannend. Erstens fahren Elektrofahrzeuge mit Strom, das ist nun einmal unser Kerngeschäft als Energieunternehmen. Und zweitens interessiert uns, wie sich das Laden der Fahrzeuge auf die Energienetze auswirkt.

Was ist daran so interessant?

SH: Die benötigten Energiemengen sind kein Problem. Spannend wird's beim gleichzeitigen Laden. Wenn z. B. an einem kalten Winterabend alle 17 Uhr nach Hause kommen, ihre Autos laden und nebenbei noch gekocht wird, kann das in einigen Siedlungen eine echte Herausforderung für das Netz sein. Dafür entwickeln wir Lösungen.

Was tut enviaM konkret für E-Mobility-Nutzer?

SH: Als enviaM-Gruppe bieten wir natürlich verschiedene Produkte rund um das Thema Elektromobilität. Einmal passende Stromtarife, vor allem aber intelligente Ladelösungen für private Nutzer, aber auch für Business-Kunden, die eine ganze Ladeinfrastruktur für ihre Dienstfahrzeuge brauchen.

innogy_picto_thumbs-up_n_RGB

900 EURO Zuschuss für private Ladestationen bis 11 kW

Seit dem 24. November 2020 können Sie sich eine staatliche Prämie in Höhe von 900 Euro pro Ladepunkt sichern! Wichtig: Den Förderantrag müssen Sie bei der KfW-Bankstellen.

Mehr Informationen

Wie sieht so eine private Ladelösung genau aus?

SH: Die sogenannte „Wallbox“ müssen Sie sich wie eine spezielle E-Auto-Steckdose vorstellen. Die Box konfiguriert man einfach im enviaM-Webshop und lässt sie von unseren Partnern am eigenen Stellplatz installieren. Komfortabler geht's nicht. Dazu gibt's einen sehr günstigen Öko-Autostromtarif.

Klingt super, ist das auch für Mieter ein Thema?

SH: Ja, auf jeden Fall! Auch als Mieter hat man das Recht auf die Installation einer Ladestation, vorausgesetzt man hat einen festen Stellplatz.

Und wenn man unterwegs mal aufladen muss?

SH: Dafür stehen öffentliche Ladesäulen zur Verfügung. enviaM betreibt aktuell etwa 200 davon in der Region. Wir unterstützen auch Kommunen und Unternehmen, den Ausbau stetig voranzutreiben. Bundesweit stehen aktuell 23.100 Ladestationen zur Verfügung. Tendenzschnell steigend.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „solares Laden“?

SH: „Solares Laden“ ist die Kombination einer privaten Solaranlage auf dem Dach mit dem eigenen Elektrofahrzeug. Dein Auto tankt praktisch Sonnenenergie. Die sauberste E-Mobility-Lösung.

Was sollten Unternehmer wissen, die auf Elektromobilität setzen möchten?

SH: Unternehmen sollten sich zunächst fragen, welchen Zweck sie verfolgen. Müssen möglichst viele Fahrzeuge möglichst schnell geladen werden? Oder nur ein paar wenige Fahrzeuge über Nacht? Wenn der Bedarf klar ist, kann enviaM die passende Ladeinfrastruktur in die Wege leiten. Jetzt noch paar Wochen Zeit einplanen und schon kanns losgehen.

Wie sieht es mit Fördermöglichkeiten aus?

SH: Privatnutzer sowie Unternehmer können an der staatlichen Förderung partizipieren. Es gibt Kauf- und Innovationsprämien sowie Förderprogramme für Ladeinfrastruktur.

Spart E-Mobilität CO2?

SH: Ich sage ganz klar: Ja! Vielleicht ist die Produktion zunächst aufwendiger, aber der CO2-Reifenabdruck wird mit jedem gefahrenen Kilometer besser. Vor allem, wenn Strom aus erneuerbaren Energien genutzt wird, z. B. aus der eigenen Solaranlage. Und je tiefer man in die Wertschöpfungskettehineinschaut, umso besser wird die Ökobilanz. Denken Sie nur mal an Diesel und Benzin: Schon beim Fördern von Öl wird massiv Strom verbraucht, dazu kommt die Raffinerie, der Transport und dann ist auch der Wirkungsgrad von Verbrennern deutlich geringer als der von Elektrofahrzeugen.

Inwiefern bringt Elektromobilität die Energiewende voran?

SH: Die Energiewende geht zu gleichen Teilen mit der Stromwende, der Wärmewende und eben mit der Mobilitätswendeeinher. Elektromobilität ist hierfür der wesentliche Baustein. Für enviaM sind alle drei Themen wichtig. Wir wollen die Energiewende in der Region aktiv mitgestalten. Als großer Energiedienstleister können wir unseren Kunden dabei vollumfänglich alle Leistungen bieten, die es dafür braucht.

Wagen Sie für uns einen Blick in die Zukunft?

SH: Technologische Entwicklung ist schwer vorherzusagen. Ichglaube, in 10 Jahren wird Elektromobilität die vorherrschende Mobilitätsart sein. Besonders in Verbindung mit dem ÖPNV, Car-Sharing und Mikromobilität, wie E-Scootern für die letzte Meile. Auch autonome Fahrzeuge und Flugtaxis kann ich mir gut vorstellen. Es bleibt spannend.

Schon gewusst?

Wenn Sie Ihr E-Auto zuhause an einer eigenen Ladestation laden möchten, können Sie dies mit Ihrem üblichen Haushaltsstrom tun. 30 % günstiger kommen Sie jedoch mit MEIN AUTOSTROM zuhause – Ihrem eigenen Stromtarif für Ihr Elektroauto –, sofern die Wallbox als steuerbare Verbrauchseinrichtung angeschlossen ist.

Elektroauto zuhause laden

emob-3