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Weinstraße

Klassisch, sächsisch, trocken: das sind Weine aus Sachsen, genauer gesagt aus der Gegend zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz. Hier erstreckt sich nämlich das kleinste Weinanbaugebiet Deutschlands. Mit einer Rebanbaufläche von 430 Hektar macht der sächsische Weinanbau nur 0,4 Prozent des gesamtdeutschen Anbaus aus, mengenmäßig sogar nur 0,2 Prozent.

Seit mehr als 800 Jahren wird in Sachsen Wein angebaut. Die erste urkundliche Erwähnung gab es im Jahr 1161, als Markgraf Otto der Reiche einen Meißner Weinberg übereignet bekam. Aber bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts soll Bischof Benno in der Nähe des Meißner Burgberges die ersten Weinstöcke gepflanzt haben. Der Weinanbau in dieser Gegend ist durch das milde Klima des oberen Elbtals möglich.

Die Sächsische Weinstraße beginnt in Pirna. Sie geht weiter über Pillnitz - wo der Weinbau erstmals 1403 erwähnt wurde - nach Wachwitz zum "Königlichen Weinberg". Den kaufte König Friedrich August I. im Jahr 1824.
Elbabwärts führt die Weinstraße von Dresden, vorbei am Weinberg "Goldener Wagen" und Schloss Hoflößnitz zum Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul. Radebeul wurde bereits 1250 als Weinbauort benannt.
Wer möchte, kann einen Abstecher nach Weinböhla und Niederau machen, denn bis 1840 erstreckte sich hier das größte geschlossene Weinbaugebiet der Region.
Die Hauptstrecke führt weiter nach Meißen, wo seit etwa 400 Jahren Weinbau betrieben wird. Von Meißen verläuft die Sächsische Weinstraße weiter nach Schloss Proschwitz und endet in den Elbweindörfern um Diesbar-Seußlitz.

"Meißner Weine" sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Als "Meißner Weine" werden alle Weine aus dem Elbe-Anbaugebiet bezeichnet. Neben traditionelle Sorten werden auch "Trendsorten" wie Burgunder, Blauer Spätburgunder oder Dornfelder angebaut.
Die meisten Rebstöcke sind an Steilhängen gelegen und dadurch mit aufwendiger Handarbeit verbunden.

Wo es guten Wein gibt, wird natürlich auch gefeiert.
Auf dem sächsischen Staatsweingut Schloss Wackerbarth gibt es im Juni das "Parkschoppenfest". Bei Live-Musik und Deftigen vom Grill kann man den einen oder anderen edlen Tropfen heimischen Weines verkosten.
Jedes Jahr im September wird in Radebeul das Herbst- und Weinfest begangen. Auf dem Anger in Altkötzschenbroda treffen sich Weintrinker und -kenner zur Winzerkirmes.

Wer sich nicht nur für die Weinverkostung interessiert, sondern auch für den Anbau, die Geschichte und die Lagerung, der kann an den Tagen des offenen Weingutes an einer Berg- und Kellerführung teilnehmen.
Für Wanderfreunde gibt es spezielle Weinwanderwege und für Wissensdurstige einen Weinlehrpfad. Dieser befindet sich auf dem Zechsteinweg.

Wem diese Informationen rund um den Wein noch nicht genügen, bekommt noch ausführlichere Informationen unter http://www.meiland.de/weinstrasse.

 

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