Ein Parkettboden sieht edel aus. Hier erfahren Sie, welche Typen und Muster es gibt, und wie Sie Parkett auch selbst verlegen können.
Allgemeine Informationen zu Parkett
eignet sich gut für Wohnungen, Schulen, Büros, Läden etc.
ist sehr langlebig
pflegeleicht: mit Staubtüchern und speziellen Bodentüchern reinigen; gelegentlich feucht mit einem neutralen Reiniger aufwischen
für Fußbodenheizungen gut geeignet
Parkett-Arten
Rohparkett
nach dem Verlegen muss die Oberfläche noch behandelt werden und ist nicht sofort gebrauchsfertig.
Dünnparkett
Stärke: 10 mm
in allen Holzarten erhältlich
in allen Verlegemustern erhältlich
massiv für eine nachträgliche Behandlung der Oberfläche
Mosaikparkett
Stärke: 8 mm Länge: 250x50x10 mm
in allen Holzarten erhältlich
in allen Verlegemustern erhältlich
massiv für eine nachträgliche Behandlung der Oberfläche
Stabparkett
Stärke: gibt es in 14, 16 und 22 mm
Länge: variiert zwischen 300 und 600 mm
Breite: liegt zwischen 50 - 80 mm
in allen Holzarten erhältlich
in allen Verlegemustern erhältlich
für eine nachträgliche Behandlung der Oberfläche
Massivparkett
Stärke: 10 mm
Länge: variiert zwischen 200 und 400 mm
Breite: liegt zwischen 40 - 55 mm
in allen Holzarten erhältlich
in allen Verlegemustern erhältlich
massiv für eine nachträgliche Behandlung der Oberfläche
Fertigparkett (Echtholzparkett)
die Oberfläche ist bereits mit Lack, Öl bzw. Ölwachsen behandelt
gibt es in zwei- oder mehrschichtigen Ausführungen
Länge: von 26,6 bis 125 cm, als Großmoduls sogar 250 cm
Breite: in unterschiedlichen Breiten erhältlich
Vorteile: kann sofort verlegt werden und macht keinen Schmutz, da die Oberfläche bereits vorbehandelt ist und nicht mehr geschliffen werden muss. Der Parkettboden ist sofort gebrauchsfähig.
Verschiedene Parkettmuster
Schiffsbodenmuster (un-)regelmäßig
Fischgrätemuster einfach/doppelt/mehrfach
Flechtmuster mit/ohne Stein
Würfelmuster
Tafelmuster
Unbehandelte Holzböden
sind vor allem dann sinnvoll, wenn in Altbauten Höhenunterschiede ausgeglichen werden müssen.
Es gibt drei Möglichkeiten sie zu behandeln:
Möglichkeit
Vorteile/Nachteile
Versiegelung: Auftragen einer Ein- oder auch Zweikomponenten-Lackschicht
Nachteil: Feine Schmutzpartikel oder fallende Gegenstände können die Lackschicht schnell beschädigen und Feuchtigkeit dringt zum Holz durch.
Wachsen: Auftragen von entsprechenden Wachsen
Vorteil: Die Wachsschicht wird nicht durch Schmutzpartikel etc. beschädigt, weil sie weich ist und somit auch kein Wasser zum Holz durchdringen lässt.
Ölen: Auftragen von entsprechenden Ölen
Vorteil: Die Ölschicht wird nicht durch Schmutzpartikel etc. beschädigt, weil sie weich ist und somit auch kein Wasser zum Holz durchdringen lässt.
Bevor der Holzboden behandelt werden kann, muss er geschliffen werden. Am Besten lassen Sie hier den Fachmann ans Werk, denn einmal das Schleifgerät falsch angesetzt, können nicht korrigierbare Dellen entstehen.
Beim Versiegeln ist zu beachten, dass Sie den Lack schnell auftragen, um Verdickungen zu verhindern. Entstehen Verdickungen an den Wandrändern, so können Sie diese mit den Fußleisten abdecken.
Testen Sie zuerst das ausgewählte Öl auf einem Stück Restholz in Bezug auf das Nachkleben. Das Holz mit Öl behandeln und nach der vorgegebenen Trocknungszeit mit dem Schuh darauf treten. Klebt das Öl nicht an der Sohle, kann man es bedenkenlos für den Holzboden benutzen.
Zum Wachsen nimmt man Besten zuerst einen dünnflüssigen Klarwachs und danach einen transparenten Dekorwachs. Je nach Bedarf sollte man 2 - 4 mal pro Jahr mit einem pastösen Wachs nachbehandeln. Dabei muss nicht der komplette Fußboden bearbeitet werden, sondern nur stark strapazierte Stellen.
Parkett-Boden mit Klick-System verlegen
Der Parkettboden sollte rund 48 Stunden zum Akklimatisieren bei einer Temperatur von mindestens 17°C und einer Luftfeuchtigkeit von maximal 70 % gelagert werden.
Vor dem eigentlichen Verlegen muss der Fußboden sauber, trocken und vor allem bei neuem Estrich fest sein. Beseitigen Sie alle Unebenheiten mit mehr als 3 Zentimeter Höhenunterschied.
1. Schritt: Den Unterboden in Längsrichtung des Parketts ausrollen und zuschneiden. Dabei beachten, dass das Parkett parallel zum Lichteinfall gelegt werden sollte. Bei kalten Räumen muss eine PE-Folie von 2 Zentimeter Dicke zwischen Unterboden und dem Parkett verlegt werden. Sie dient als Schutz gegen Feuchtigkeit. Den Unterboden sowie die Folie sollte man an den Rändern etwa 20 Zentimeter überstehen lassen und später zurechtschneiden. Zum Erzielen einer Trittschalldämpfung wird als nächstes eine Schicht aus Filz, Kork oder auch Schaumfolie verlegt. Tipp: Es gibt auch Klick-Parkett mit integrierter Trittschalldämpfung.
2. Schritt: Zuerst die Längsfedern der ersten Parkettreihe mit einer Säge entfernen. Die abgesägten Seiten an die Wand anlegen, was bedeutet, dass Sie in einer der beiden linken Raumecken beginnen müssen . Das letzte Parkettstück muss in der Praxis oft gekürzt werden, sollte aber möglichst eine Länge von 50 Zentimeter nicht unterschreiten. Wichtig: Beim Verlegen genügend Abstand zur Wand lassen, da der Parkett-Boden arbeitet und dazu Platz benötigt. Es sollten Fugen zwischen 1 und 1,5 Zentimeter entstehen. Mit entsprechenden Keilen können Sie die Abstände gut einhalten.
3. Schritt: Für die kommenden Reihen ist die erste Reihe eine Maßvorgabe, an der man sich beim Zuschneiden orientieren sollte. Zur optischen Verschönerung ist es sinnvoll, das gekürzte Parkettstück abwechselnd an den Anfang und das Ende der Reihen zu setzen. Beim Klick-Parkett ist kein manuelles einklicken erforderlich. Das Paneel muss lediglich so nah wie möglich an die vorgesehene Position gelegt werden. Danach wird mit einem Hammer zuerst längs und dann quer verriegelt. Es dürfen keine Spalten und Verkantungen beim Einklopfen entstehen. Mit Klick-Parkett wird eine spaltenlose Verbindung erreicht ohne den Einsatz von entsprechendem Holzleim.
4. Schritt: Die letzte Reihe muss abgemessen werden. Dabei ist der Abstand zur Wand zu beachten. Die Paneele muss so zugeschnitten werden, dass immer noch ausreichend Platz zur Wand hin vorhanden ist. Bearbeitung bei Heizungsrohren: Die Bohrlöcher auf dem entsprechenden Parkettstück aufmalen und 1 Zentimeter breiter als der eigentliche Rohrdurchmesser an der Markierung durchbohren. Dann von der Wand her ein Stück keilförmig herausschneiden. Die Paneele um das Rohr legen und das Keilstück wieder einfügen.´Türzargen sollten auf die Höhe des Parketts gekürzt werden. Es sollten Fußleisten angebracht werden, die optisch und vom Material her gut zum gelegten Parkett passen. So genannte Übergangsleisten sollten überall dort angebracht werden, wo das Parkett an andere Fußbodenbeläge, wie z. B. Teppichboden anstößt. Mit Schrauben werden sie befestigt, damit sie nicht rutschen.