Umfrage: Höhenflug der Union vorerst gestoppt
Hamburg (dpa) - Der Höhenflug der Union in der Wählergunst ist vorerst gestoppt. Nach dem Jahreshoch in der vergangenen Woche hat die CDU/CSU in der wöchentlichen Umfrage des Magazins «Stern» und des Senders RTL drei Prozentpunkte verloren.
Die Union fiel nach «Stern»- Angaben vom Mittwoch von 37 auf 34 Prozent zurück. Die SPD gewann einen Punkt dazu und stieg auf 27 Prozent. Die FDP büßte einen Punkt ein und kam auf 11 Prozent. Grüne und Linkspartei stiegen um je einen Punkt und erreichten beide 11 Prozent. Für sonstige Parteien würden 6 Prozent der Wähler stimmen (+1).
Eine in der vergangenen Woche noch mögliche schwarz-gelbe Mehrheit ist damit derzeit nicht mehr möglich. Union und FDP kommen zusammen nur noch auf 45 Prozent. Eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen oder ein Bündnis von SPD, Grünen und PDS hätte dagegen 49 Prozent.
Weiter im Aufwind ist dagegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Die meisten Bürger (69 Prozent) bewerteten ihre Arbeit in einer Umfrage für den «Stern» mit «befriedigend» bis «sehr gut», nur 28 Prozent waren nicht zufrieden. Im Mittelwert bekam Merkel die Note 3,1. Würde die Kanzlerin direkt gewählt, entschiede sich jeder zweite Wähler für Angela Merkel - ein Wert, den laut «Stern» Helmut Kohl während seiner 16-jährigen Kanzlerzeit bei den regelmäßigen Forsa-Umfragen nie erreicht hat. Merkel liegt 30 Punkte vor SPD-Chef Kurt Beck, der nur auf 20 Prozent kommt.


