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Energie-Erzeugung

Energie-Erzeugung

In Deutschland wird eine ausgewogene Mischung von Energieträgern zur Stromerzeugung eingesetzt. Jeder Energieträgers birgt sowohl Chancen als auch Risiken. So ist beispielsweise der Einsatz von Erdgas zur Stromerzeugung mit einem geringeren Kohlendioxid-Ausstoß, gleichzeitig aber mit einem hohen Preisrisiko verbunden. Im Gegensatz dazu entsteht bei der Nutzung von Braunkohle mehr Kohlendioxid. Dafür ist aber die Importabhängigkeit deutlich geringer als bei Steinkohle, so dass das Preisrisiko reduziert wird. Die Nutzung der kohlendioxidfreien Kernenergie leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und gewährleistet ein hohes Maß an Versorgungssicherheit. Die Politik hat jedoch entschieden, dass Deutschland mittelfristig auf die Nutzung von Kernenergie verzichtet.
Auch die erneuerbaren Energien zeichnen sich durch kohlendioxidfreie Stromerzeugung und Importunabhängigkeit aus. Jedoch können sie keine konstante Energieversorgung gewährleisten, da die Stromerzeugung je nach Witterung sehr schwankend ausfällt. Deshalb müssen die Stromversorger Reservekapazitäten zum Ausgleich für solche unregelmäßigen Stromlieferungen vorhalten. Dies erfolgt meist durch Kraftwerke auf Basis fossiler Brennstoffe.
Die erneuerbaren Energien verteuern durch die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Vergütungssätze den Strompreis erheblich.Die Belastungen aus dem EEG erhöhten sich im Jahr 2006 auf 3 Milliarden Euro.

 

Vielfalt im deutschen Strommarkt

Der von der Liberalisierung ausgelöste Wettbewerb hat neue Anbieter angezogen: In Deutschland ist die Stromversorgung sehr vielfältig. Es sind etwa 1.100 Unternehmen auf dem Strommarkt aktiv. Große, internationale Konzerne gehören ebenso zu den Marktteilnehmern wie regionale Energieversorger, Stadtwerke, Stromhändler, neue Stromanbieter oder reine Ökostrom-Anbieter.

Vielfalt der Stromanbieter

Diagramm Vielfalt der Stromanbieter

Energiequellen in Deutschland

Vergleicht man für Deutschland die einzelnen Energieträger für die Stromerzeugung untereinander, so stellt man fest, dass die Braunkohle mit 24 Prozent den größten Anteil daran hat. Kernenergie und Steinkohle folgen jeweils mit 22 Prozent. Die Erneuerbaren Energien haben bereits einen Anteil von 14 Prozent erreicht.

Anteile der Energieträger an der Nettostromerzeugung in Deutschland in Prozent

Diagramm Nettostromerzeugung in Deutschland

Erneuerbare Energien und Quellen-Splitting in Deutschland

In Deutschland deckte im Jahr 2008 der Strom aus erneuerbaren Energien (Wasser, Wind, Biomasse und Sonne) 15 Prozent des jährlichen deutschen Stromverbrauchs. Der größte Anteil wurde aus Windenergie und Biomasse gewonnen. Ein Jahr zuvor lag noch die Wasserkraft auf Platz 2. Die Winderzeugung liegt dabei mit 40,4 Milliarden Kilowattstunden an der Spitze und damit um mehr als 37 Kilowattstunden höher als noch vor zehn Jahren. Aber auch die Stromerzeugung aus Biomasse hat enorm zugenommen. Sie wuchs im Jahr 2008 im Vergleich zu 1997 um 21,4 Milliarden Kilowattstunden.

Erzeugung erneuerbarer Energien in Milliarden Kilowattstunden

Diagramm Erzeugung erneuerbarer Energien

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