Startseite Kontakt Übersicht www.enviaM.de

Geothermie

 

Die nutzbaren Wärmequellen aus dem Erdinneren unterscheidet man prinzipiell in jene, die auf natürlichem Weg auf die Erdoberfläche treten zum Beispiel als heiße Quellen oder Geysire und jene, die erst durch Bohrungen erschlossen werden können. Außerdem lassen sich die so genannten geothermischen Systeme in vier Kategorien unterteilen:

Thermalwasserfelder liefern warmes Wasser mit Temperaturen unter 100 Grad Celsius. Dieses Thermalwasser tritt entweder durch Quellen von selbst an die Oberfläche oder wird durch Pumpen gefördert. Je nach chemischer Zusammensetzung und Anreicherung mit Mineralien und Salzen kann dieses warme bis heiße Wasser auch heilende Wirkung haben. Bereits seit Jahrhunderten wird es deshalb in Heilbädern für äußere Anwendungen oder für Trinkkuren eingesetzt.

Nassdampffelder sind heißer als 100 Grad Celsius und stoßen ein Wasser-Dampf-Gemisch aus. Dieses Gemisch kann durch Risse und Spalten aus dem Boden treten oder sich in Mulden und Becken sammeln, wo es oft als schlammiges Wasser zu sprudeln beginnt. Ist der Druck groß, dann kann es in Form von Geysiren aus dem Boden schießen. Wenn Nassdampffelder nicht von selbst an die Oberfläche dringen, sondern sich in unterirdischen Lagerstätten befinden, können sie angebohrt und dadurch nutzbar gemacht werden. In Island wird Nassdampf beispielsweise als Quelle für Fernwärme genutzt, in dem er mittels Rohrleitungen direkt in die Netze eingespeist wird.

Heißdampffelder bestehen ausschließlich aus trockenem Dampf mit Temperaturen zwischen 125 und 245 Grad Celsius. Dieser heiße Dampf wird vor allem für die Stromerzeugung in Wärmekraftwerken eingesetzt. Heißdampffelder stehen derzeit an erster Stelle der geothermischen Nutzung.

Geokomprimierte Heißwassersysteme werden aufgrund des hohen Drucks, unter dem sie stehen, ebenfalls hauptsächlich für die Stromerzeugung genutzt. Diese Systeme treten nie von selbst an die Oberfläche, sondern müssen immer durch Bohrungen erschlossen werden. Durch das Anbohren entspannt sich der Druck und es entsteht Dampf mit Temperaturen von 150 bis 200 Grad Celsius.

 

Lexikon

Fachbegriffe leicht verständlich

Seitenbewertung

Wie gefällt Ihnen diese Seite?

1 2 3 4 5 6

1 = sehr gut, 6 = ungenügend

Energiespartipps

Logo der RWE Gruppe