GeothermieHot-Dry-Rock-VerfahrenZu einer der innovativsten Technologien zählt das Hot-Dry-Rock-Verfahren, bei dem heißes, trockenes Gestein zur Produktion von Wärme und Strom genutzt wird. Ein Kraftwerk dieser Art gibt es derzeit nur im Elsass. Doch auch in Deutschland soll in den nächsten Jahren eine Anlage entstehen. Bei diesem Verfahren werden durch zwei Bohrungen Rohre in eine Tiefe von dreitausend bis siebentausend Metern direkt in heiße und trockene Gesteinsschichten geführt. In dem einen Rohr wird Wasser mit Druck in die feinen Risse gepresst, die selbst Granit in diesen Tiefen aufweist. Durch den Wasserdruck werden die Risse des 200 Grad Celsius heißen Gesteins geringfügig vergrößert. Eine Art Durchlauferhitzer entsteht, in dem das hinein gepresste Wasser erhitzt wird, um anschließend in der zweiter Rohrleitung nach oben zu fließen und eine Turbine wie in konventionellen Wärmekraftwerken anzutreiben. Die Schwierigkeiten dieser Form der Energienutzung bestehen hauptsächlich darin, geeignete Gesteinsfelder aufzuspüren. Sie müssen eine hohe Wärmeleitfähigkeit besitzen und ein geschlossenes Zirkulationssystem garantieren, damit das eingepresste Wasser nicht versickert. Außerdem müssen sie frei von Ablagerungen oder Auswaschungen sein, damit der Wasserkreislauf nicht unterbrochen wird.
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