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Wasserkraft

Gezeitenkraftwerk

Foto: Gezeitenkraftwerk

Dass man Gezeiten zum Antrieb von Maschinen nutzen kann, ist seit rund 1.000 Jahren bekannt. Und seit 1966 gibt es in der Bretagne bei Saint-Malo ein Kraftwerk, das den unterschiedlichen Wasserstand der Gezeiten nutzt: Ein Damm staut bei Flut Wasser auf, um es bei Niedrigwasser abzulassen und dabei 24 Röhrenturbinen anzutreiben.

Der Nachteil solcher Gezeitenkraftwerke ist, dass sie extrem korrosionsanfällig sind und auch negative Auswirkungen auf das Ökosystem haben. Außerdem gibt es weltweit nur wenige Standorte, die für ein solches System geeignet sind.

Ein ganz neuer Ansatz, die Gezeitenkräfte zu nutzen, ist eine Art „Unterwasser-Windkraftanlage“, die in Bristol Channel vor der Küste Cornwalls installiert werden wird. Dieses Pilotprojekt nutzt nicht den Tidenhub, sondern die durch die Gezeiten verursachten Meeresströmungen. Für eine kommerzielle Nutzung reichen bereits geringe Strömungsgeschwindigkeiten von 2 bis 2,5 Metern pro Sekunde zur Energie-Gewinnung aus. Mit solchen Anlagen könnten auch andere Meeresströmungen zur Stromerzeugung genutzt werden.

 

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